27.04.2019 / 79. Westfalen-Lippe-Fahrt „Klassik“ / Halle/Westf.

Bereits zum neunundsiebzigsten Mal rief der ADAC Westfalen-Lippe zur Westfalen-Lippe fahrt, dieses Jahr nach Halle in Westfalen. Insgesamt 100 Teilnehmer waren gekommen, davon jeweils 20 in der sportlichen sowie der „Wanderer“-Klasse (hier Touristische Ausfahrt genannt), demnach also 60 Teilnehmer in der Touristen-Klasse, die anderswo auch als Tourensportlich bezeichnet wird. Trotz teilweise neuer Fahrtleitung waren Ablauf und Aufgabenstellung jedoch weitgehend wie im Vorjahr…

Same procedure as last year…. ?

Morgens schien noch die Sonne….

27.04.2018 79. Int. ADAC Westfalen-Lippe-Fahrt „Klassik“
Veranstalter: ADAC Ostwestfalen-Lippe e.V.
Team: Martina Schäfer / Frank Schäfer auf Mercedes-Benz 190E 2.5-16

Der Rahmen der Veranstaltung wurde weitestgehend beibehalten: Start, Ziel und Kaffeepause wieder in einem der beliebten Autohäuser 🙂 Dieses Mal im neuen Gebäude von Ford Hagemeier in Halle. Hier werden die sportlichen Varianten vertrieben, Mustang und GT 40. Schöne neue Halle in Halle mit einer langen Theke, aber auch mal wieder kritikwürdigen sanitären Verhältnissen.
Das Catering hatte sich im Vgl. zum Vorjahr deutlich verbessert, so gab es am Abend ein wirklich leckeres professionelles Grill-Buffet. Auch der Mittagssnack konnte geschmacklich überzeugen, vom „Ambiente“ her musste man auf 50er Jahre Landgasthof mit hohem „Braunanteil“ stehen, um dem was abgewinnen zu können…

Nachdem wir dieses Jahr schon 1,5 Winterrallyes hatten und eine Ostereiersuchfahrt bei hochsommerlichen Temperaturen, war der Wettergott dieses Mal eher launisch. Die Anreise ging morgens noch bei schönem, wenn auch etwas frischem Wetter durch weitläufige westfälische Erdbeer- und Spargelfelder. Pünktlich zum Start verfinsterte sich der Himmel jedoch und in der Folge wurde es eher eine Regenrallye mit zum Teil heftigen Niederschlägen…

Die Aufgabenstellung entsprach 100% dem Vorjahr:

Ca. 6 Stunden Fahrzeit, dabei insgesamt 2 Überlappungen und 2 recht einfache Schleifen. Sonst keinerlei Abwechslung oder gar Herausforderung für den Beifahrer. Entscheidend waren wie in den Vorjahren die insgesamt 4 Sollzeitprüfungen: 2mal Schlauchprüfungen 40 Meter in 10 Sekunden. 2mal längere Prüfungen mit Start und zwei Zielen.

Bei den beiden Lang-GLP musste man aufpassen, dass man sich nicht verfährt

Auch das Kartenmaterial war „ganz das Alte“: viele neue Straßen, Gebäude, zum Teil ganze  Neubaugebiete waren nicht eingezeichnet. Das schaffte an einigen Stellen Verwirrung, aber es waren keine bewusst eingebauten Fallen. An diesen Stellen standen auch keine Kontrollposten. Einige Teilnehmer konnten es fast nicht glauben, das nirgendwo Ecken und Haken eingebaut waren und vermuteten Fallen, wo es diese nirgendwo gab.

In der sportlichen Klasse konnte man das so nicht sagen: Hier gab es die besondere „Regel“, dass die Lösung der Idealstrecke ausschließlich innerhalb der Kreisgrenze Gütersloh sowie im Stadtgebiet Bielfeld zu erfolgen hatte. Das war aber so nicht geschrieben, sondern verbarg sich in Punkt 7 der Ausführungsbestimmungen…. Am Ende hatte auch nur genau 1 sportliches Team diese Bedingung erkannt und richtig gelöst.

Wir schließen daraus, dass der Unterschied zwischen Touristen und Sportlern doch sehr groß ist – zu groß? In der Ergebnisliste zeigte sich, dass von den 40 Touristen deutlich mehr als die Hälfte in der Bordkarte null Fehler hatten. Es entschied sich mal wieder alles über die Zeiten. Und da waren die Unterschiede naheliegender Weise sehr eng. Über Sinn und Unsinn dieser Gewichtung kann man sicher streiten, bei der WLF ist es aber vorher bekannt.

Beim Abendessen und an der Theke konnte man sich dann mit den zahlreich anwesenden Bekannten austauschen und die vielzitierten Benzingespräche führen. Für die Siegerehrung gab es noch einen besonderen Einfall. Duch ein Rolltor wurden die „Siegerfahrzeuge“ in den drei Gruppen in die Halle gefahren. Schöne Idee, und so auch noch nicht erlebt.

Fazit: Routinierte ADAC-Veranstaltung mit vielen Stempelkontrollen und insgesamt hohem Helferaufkommen. Hat uns dieses Jahr deutlich besser gefallen, es fehlen eigentlich „nur noch“ ein paar spannende Ori-Aufgaben zur Perfektion…
Mal sehen, was das Jubiläum zum 80zigsten nächstes Jahr bringt.

Die Ergebnisse lagen (erwartungsgemäß) sehr eng zusammen.

P.S.
Einen neuen Spruch haben wir auch gelernt: „Die Katholiken haben die Hölle, der ADAC hat die Grußworte“ 😀

Bilder: Frank Schäfer, DGS Photo

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